Gedenkveranstaltung am 9. November 2019 im Deutsch-Deutschen Museum Mödlareuth

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Anlässlich des 30. Jahrestages der Grenzöffnung findet am 9. November 2019 im Deutsch-Deutschen Museum Mödlareuth die öffentliche Veranstaltung „Die Trabis kommen…“ statt. An diesem geschichtsträchtigen Tag wird nicht nur an den Fall der Mauer am 9. November 1989 in Berlin, sondern auch an die damit verbundene Öffnung der innerdeutschen Grenze erinnert, in deren Folge zahlreiche neue Grenzübergänge in der bayerisch-sächsisch-thüringischen Grenzregion entstanden sind.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Nachzeichnung des Verlaufs der Mödlareuther Mauer mit Hilfe einer Lichtinstallation, der Nachbau des Grenzübergangs Mödlareuth und ein Trabikorso.

Die Lichtinstallation besteht aus Metallstelen mit einem LED-Lichtkegel, der den historischen Mauerverlauf in Mödlareuth nachzeichnet. Die Installation beginnt im Anschluss an die 100 Meter lange Original-Mauer im Freigelände des Museums und führt über den ehemaligen Grenzübergang Mödlareuth. Durch die Illumination ist der frühere Mauerverlauf auch bei Dunkelheit sichtbar.

Der damalige Grenzübergang wird mittels einer Holzkonstruktion nachgebaut. Dazu werden zehn Mauersegmente errichtet. Jedes Mauersegment entspricht dabei symbolisch einem der ehemaligen zehn neuen Grenzübergänge, die nach dem 9. November 1989 im bayerisch-sächsisch-thüringischen Grenzgebiet errichtet wurden. Auf jedem Mauersegment wird mit einem großformatigen historischen Foto in Digitaldruck jeweils einer der zehn Übergänge dargestellt.

Zweckverbandsvorsitzender Landrat Dr. Oliver Bär: „Ich bin der Stiftung zur Aufarbeitung der SED Diktatur für die Förderung der Gedenkveranstaltung, insbesondere der Lichtinstallation und des Mauer- und Übergangsnachbaus, sehr dankbar. Gleichsam danke ich dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, das ebenfalls Fördermittel für die Veranstaltung bewilligt hat.“

Um 16 Uhr ist die symbolische Öffnung eines Grenztores mit Trabi-Korso über den nachgebauten Grenzübergang geplant. Es gibt einen gemeinsamen Festakt des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration und der Stiftung Wertebündnis Bayern mit Festreden, einer Podiumsdiskussion und einem Empfang. Dazu lädt Bayerns Innenminister und stellvertretender Ministerpräsident Joachim Herrmann ein. Landrat Dr. Oliver Bär wird die Gäste in seiner Funktion als Vorsitzender des Zweckverbandes Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth begrüßen.

Teilnehmen werden zudem der Landrat des Saale-Orla-Kreises, Thomas Fügmann, der Landrat des Vogtlandkreises, Rolf Keil, und die Bürgermeister der Gemeinden Töpen, Klaus Grünzner, und der Stadt Gefell, Marcel Zapf. Alle drei Landkreise und die beiden Gemeinden sind Mitglieder im Zweckverband.

Im Vorfeld findet um 13 Uhr im Sonderausstellungsraum des Museums Mödlareuth der rund eineinhalbstündige Multimedia-Vortrag von Jürgen Ritter zum Thema „Deutschland grenzenlos. Bilder der deutsch-deutschen Grenze damals und heute“ statt. Den Abschluss der Veranstaltung bildet um 19 Uhr der Multimedia-Vortrag von Mario Goldstein zum Thema „Abenteuer Grünes Band – Vom Todesstreifen zur Lebenslinie“, der ebenfalls etwa die gleiche Zeit dauern wird. Beide Vorträge sind öffentlich und kostenfrei.

Für die Dauer der Veranstaltung wird die Ortsdurchfahrt von Mödlareuth gesperrt, Umleitung ist ausgeschildert.