Baumaßnahmen im Freigelände haben begonnen

Im Zuge der umfangreichen Erweiterung des Deutsch-Deutschen Museums Mödlareuth wird das Freigelände zu einem modernen Erinnerungsort umgestaltet. Die hierfür notwendigen Baumaßnahmen haben Mitte Februar 2022 begonnen.

Der etwa fünf Hektar große Freibereich befindet sich auf der thüringischen und bayerischen Seite von Mödlareuth. Die authentischen Überreste der DDR-Grenzsperranlagen wie die ca. 100 Meter lange Mauer werden ebenso wie historisch aussagekräftige Gebäude mit neuen Wegen erschlossen und mit modernen Informationstafeln versehen. Die Exponate im Außenbereich, die ursprünglich nicht aus Mödlareuth selbst stammen, werden deutlicher von den original erhaltenen Sperranlagen getrennt und in eine „Außenausstellung“ transferiert. Diese zeichnet schematisch die Situation an der innerdeutschen Grenze nach: den Aufbau der Sperranlagen und die Tiefenstaffelung des DDR-Grenzgebietes – vom Kontrollpunkt der Deutschen Volkspolizei am Beginn der 5 km-Sperrzone über den 500 m breiten Schutzstreifen hin zu den vorderen Sperranlagen, ergänzt um die Grenzlinie und das westdeutsche Grenzgebiet.

Aufgrund der Abräum- und Erdarbeiten ist momentan ein Teilbereich des Freigeländes für Museumsbesucher nicht begehbar. Ein Besuch des Museums lohnt sich aber trotzdem: Die Museumsgebäude auf der bayerischen Seite mit Kino-/Vortragsräumen, Sonderausstellungen, Fahrzeughalle und Museumsshop bleibt weiterhin für Sie geöffnet. Auch ein weiterer (etwas versteckt liegender) Bereich des Freigeländes kann erkundet werden: Neben Ausgrabungen der ehemaligen Unteren Mühle gibt es eine Fluchtstelle und weitere Original-Sperranlagen auf etwa 600 m Länge zu entdecken. Das Museumsteam lädt Sie herzlich dazu ein! Melden Sie sich zur Absprache Ihres individuellen Besuches gerne telefonisch oder per E-Mail bei uns.