Neben den aufgeführten Bildungsangeboten können die Besucher während der Öffnungszeiten die Gedenkstätte individuell ohne vorherige Anmeldung besichtigen. Zu jeder vollen und halben Stunde besteht die Möglichkeit, sich den Film »Alltag an der Grenze« anzusehen, der die Geschichte des geteilten Dorfes Mödlareuth erzählt (Dauer: 18 Min., Sprachen: deutsch, englisch oder französisch).

Das Freigelände der Gedenkstätte kann mit Hilfe des Besucherleitsystems und zweisprachiger Bild-Text-Informationstafeln (deutsch und englisch) individuell erschlossen werden. Es vermittelt dem Besucher in einer Rekonstruktion Aufbau und Staffelung des DDR-Grenzregimes (Stand 1989) sowie die spezifische Teilungssituation in Mödlareuth mit der auf einer Länge von etwa 100 Metern im Original erhaltenen Betonsperrmauer. Außerhalb des Freigeländes finden sich noch weitere Spuren der deutschen Teilung wie z.B. der Schlagbaum auf der bayerischen Seite Mödlareuths, die Ausgrabungen der im Zuge der DDR-Zwangsaussiedlungen abgerissenen „Unteren Mühle“ oder die außerorts üblich gewesenen DDR-Sperranlagen, die auf einer Länge von 500 Metern erhalten geblieben sind.

Im Museumsgebäude bietet die Sonderausstellung »Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten …« (Walter Ulbricht, 15. Juni 1961) in Form von Fotos, Dokumenten, Zeitzeugenberichten und erklärenden Texten die Möglichkeit der zusätzlichen inhaltlichen Vertiefung der Geschichte des geteilten Dorfes Mödlareuth.

Die Sonderausstellung »Begrenzte Mobilität« präsentiert mit erklärenden Foto-Text-Bannern ca. 30 Fahrzeuge der westlichen wie auch östlichen Grenzüberwachungsorgane, die u.a. auch im Bereich Mödlareuth während der Zeit der deutschen Teilung eingesetzt waren.

Zusätzliche Sonderausstellungen zu verschiedenen Themenbereichen der deutschen Teilung runden das Besucherangebot ab.