Seminar- und Projekttage für Schulklassen

Zusätzlich zu den Besucherführungen werden themenorientierte Module angeboten, die einzelne Aspekte der deutschen Teilungsgeschichte anhand regionaler und lokaler Beispiele vertiefen sowie einen quellenkritischen, methodenkompetenzorientierten und multiperspektivischen Umgang der Schülerinnen und Schüler mit Zeitgeschichte fördern.

Derzeit stehen für den Besuch von Schulklassen folgende Zusatzmodule zur Verfügung:

  • Flucht in Mödlareuth
  • Zwangsaussiedlungen aus dem DDR-Grenzgebiet
  • Alltag an der Grenze in Ost und West

Unsere Gedenkstättenpädagogen stehen Ihnen für eine eingehende individuelle Beratung zur Verfügung. Die Module können zusätzlich zur Führung gebucht werden. Für eine zusätzliche Moduleinheit sind etwa 90 bis 120 Minuten vorgesehen. Das Angebot richtet sich primär an Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I/II. Die Gruppengröße sollte maximal 30 Schüler betragen.

Dreitägige Schülerseminare

In Kooperation mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit bietet das Deutsch-Deutsche Museum Mödlareuth viermal pro Jahr ein dreitägiges Schülerseminar an, zu dem jeweils eine Schulklasse aus Bayern und eine Schulklasse aus Sachsen oder Thüringen eingeladen werden. Mit Ausnahme der Fahrtkosten trägt die Gedenkstätte sämtliche anfallenden Kosten für Unterkunft und Verpflegung.

Das Seminar »Mauer, Zaun und Stacheldraht. Historische und kulturwissenschaftliche Betrachtungsweise der innerdeutschen Grenze 1945 – 1989/90« umfasst u.a.:

  • Eine Einführung in die Geschichte des geteilten Dorfes Mödlareuth als Mikro-kosmos der deutschen Teilung mit Film und Führung durch das Freigelände
  • Das Thema Grenze in historischer und gegenwärtiger Dimension
  • Vorstellung der Arbeitsaufgaben und Einteilung der Schüler in Arbeitsgruppen
  • Einen Workshop »Flucht« mit einer Rekonstruktion von regionalen Fluchtfällen anhand von Fotos, Akten, Dokumenten und Zeitzeugenberichten in Freiarbeit mit anschließender Präsentation am historischen Ort oder in der Gedenkstätte; die Präsentationsform wird von den SchülerInnen frei gewählt (Vortrag, Theatersequenz, Reportage, Interview etc.)
  • Vorträge zu den Themenbereichen »SED-Staat«, »Staatssicherheit« und »Jugendkultur in der DDR«
  • Eine halbtägige Exkursion in das ehemalige Grenzgebiet
  • Ein moderiertes Zeitzeugengespräch mit einem ehemaligen DDR-Flüchtling oder einem Einwohner Mödlareuths

Die Seminare und Projekttage bieten Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, am authentischen Ort ein aktives Lernen in partnerschaftlicher Gruppenarbeit durchzuführen, eigenständiges quellenkritisches Arbeiten zu fördern sowie selbstständige Urteile und kontroverse Diskussionen zu ermöglichen.

Bewerbungen für die Teilnahme an diesen Seminaren nehmen die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit und das Deutsch-Deutsche Museum Mödlareuth entgegen.

Betreuung von Seminar-, Bachelor- und Masterarbeiten

Für Schülerinnen und Schüler bietet die Gedenkstätte auf Anfrage auch eine individuelle Beratung und Betreuung von Seminar-, Projekt- und Facharbeiten zur deutschen Teilungsgeschichte an. Ebenso können sich Studentinnen und Studenten im Rahmen ihrer Bearbeitung von Seminar-, Bachelor- und Masterarbeiten mit Themenschwerpunkt deutsche Teilung an das Museum Mödlareuth wenden